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Computerkriminalität

Computerkriminalität, auch Cyberkriminalität genannt, ist die Bezeichnung für Straftaten besonders der Wirtschaftskriminalität, bei denen der Computer als Tatmittel oder als Gegenstand der strafbaren Handlungen eine wesentliche Rolle spielt.
Zum Beispiel:

Links
Nationale Koordinationsstelle Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK)

Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI

Bericht innere Sicherheit Schweiz des EJPD

Checkliste für sicheres E-Banking (Melani)




Massenhacks gegen Webseiten (Dez. 2008)
Die Gefahr, den Computer bereits durch das Besuchen einer Webseite, dem sogenannten Drive-By, unbemerkt zu infizieren, wächst. Seit Januar 2008 sind verschiedene Massenhacks von Webseiten beobachtet worden, welche beabsichtigt haben, deren Besucher zu infizieren. Darunter befinden sich auch Webseiten mit bestem Ruf und hohen Besucherzahlen. Da diese Methode ermöglicht, Computer ohne Benutzeraktion zu infizieren, bietet sie Kriminellen eine willkommene Möglichkeit, um Schadcode zu verbreiten.

Es sind auch Schweizer Webseiten betroffen. Am 23. Dezember 2008 hat MELANI mehr als 700 infizierte schweizer Webseiten identifiziert.
Mit untenstehendem Link zur MELANI-Webseite können Sie Webseiten auf eine allfällige Infektion hin überprüfen.

Link: Webseiten Checktool

Lagebericht "Informationssicherung"
MELANI publiziert regelmässig Lageberichte über Informationssicherung. Diese erläutern die wichtigsten Tendenzen und Entwicklungen rund um Vorfälle und Geschehnisse in den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), erklären die technische Funktionsweise aktueller Angriffe, geben eine Übersicht über Ereignisse im In- und Ausland, beleuchten die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Prävention und resümieren die Aktivitäten staatlicher und privater Akteure.

Link: Lageberichte MELANI
  Computerbetrug: Vermögensbeschädigung durch Mißbrauch von Daten

  Computersabotage: Stören einer fremden Datenverarbeitung auch z.B. durch Verbreiten von Computerviren oder Computerwürmern

  Computerspionage: Verschaffung von geschützten Informationen aus Computersystemen

  Softwarepiraterie: Urheberrechtsverletzungen mittels oder im Zusammenhang mit Computern (Raubkopieren)

  Hacking: Willentliche Umgehung von Sicherheitssystemen von Computern,

  Phishing: Das bloße Verschaffen von Zugangsdaten z.B. für Onlinebanking

  Spamming: Versenden unerwünschter Werbung

  ... ...



 
Beispiel einer Spam-Betrügerei (Mai 2008)
Eine Firma verschickt Spam-E-Mails mit dem Betreff "Ihr Nacktbild wurde freigegeben". Mit diesem Trick lockt die Firma erschreckte User auf ihre Website, damit diese unwissentlich einen Vertrag für erotische Bilder eingehen. Später folgt eine Rechnung, die zur einmaligen Zahlung von 98 EUR auffordert.
Die Happy Passion GmbH aus Baar verschickt Spam-E-Mails mit dem Betreff "Ihr Nacktbild wurde freigegeben". Klickt der durch die angebliche Existenz seines Nacktfotos überrumpelte Adressat auf den Link in der E-Mail, um zu kontrollieren, was sich hinter dieser Mitteilung verbirgt, wird er registriert. In der Folge erhält er eine weitere E-Mail mit dem Betreff "Ihre Zugangsdaten". Loggt sich der User wieder ein, wird er auf ein Serververzeichnis mit erotischen Bildern geführt, die er anklicken muss, um etwas zu sehen. Daraus resultiert aus der Sicht der Betreiberin ein Abonnementsvertrag über zwölf Monate zu einem einmaligen Preis von 98 EUR. Am folgenden Tag wird dieser Betrag mit einer erneuten E-Mail "Ihre Rechnung" eingefordert.

Mehr Informationen (Link www.seco.admin.ch)
Link Seco-Broschüre Konsumentenfalle
Link Seco-Broschüre Vorsicht vor Internetschwindlereien!
 
«Spamming» wird strafbar (März 2007)
Mehr als acht von zehn E-Mails im Internet sind Müll: Der Anteil unverlangter Werbezusendungen über elektronische Medien ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Mit dem Inkrafttreten des revidierten Fernmeldegesetzes wird das Versenden unverlangter Massenwerbung via E-Mail oder SMS auch in der Schweiz strafbar. Künftig wird es unter Geld- oder Freiheitsstrafe verboten sein, unaufgefordert Massenwerbung zu versenden oder solche Sendung in Auftrag zu geben, ohne vorher die Einwilligung der Empfänger eingeholt zu haben («Opt-in»-Prinzip).

In der Praxis ist dies allerdings nur von begrenzter Relevanz, da bloss die wenigsten Spammer aus der Schweiz operieren. Das lenkt den Fokus auf technische Massnahmen der Gegenwehr in der Form von Spam-Filtern. Sie sind in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Immer häufiger bieten Internet-Provider Spam-Filter als Zusatz zu ihren E-Mail-Diensten an, und Unternehmen setzen entsprechende Programme auf ihren eigenen Mail-Servern ein. Mit ihnen lässt sich heute der grösste Teil der unerwünschten Werbeflut aus der eigenen «Inbox» fernhalten, auch wenn dies ein laufendes «Hochrüsten» angesichts der immer neuen Tricks der Spammer verlangt.

Links: Kampf gegen Kinderpornografie im Internet (Mai 2006)
www.stopp-kinderpornografie.ch
Kampagne gegen Pädokriminalität im Internet

www.kriminalpravention.ch/..   Kampagne Kinderpornografie der Schweizerischen Kriminalprävention

www.skppsc.ch   Schweizerische Kriminalprävention

Vortrag Kinderpornografie   Vortrag von Martin Boess, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention anlässlich der Medienkonferenz der Schaffhauser Polizei vom 1.11.06.


Studie zur Informationssicherheit in Schweizer Unternehmen (Herbst 2006)
Kaum ein Unternehmen in der Schweiz bleibt von Vorfällen in seiner Informations- und Kommunikations-Infrastruktur verschont. Dies zeigt eine Umfragestudie, welche die Forschungsstelle für Sicherheitspolitik der ETH Zürich durchgeführt hat. Im Jahre 2005 haben 72 Prozent der Firmen mindestens einen Vorfall erlebt. Trotzdem stehen den meisten Firmen nur begrenzte finanzielle und personelle Mittel für die Informationssicherheit zur Verfügung.

Die Forschungsstelle für Sicherheitspolitik der ETH Zürich hat die erste schweizweite Umfragestudie im Bereich Sicherheit der Informations- und Kommunikations-Infrastrukturen in Schweizer Unternehmen durchgeführt. 562 Firmen aus allen Branchen haben sich daran beteiligt. Die Studie gibt Auskunft über die Bedrohungen, das Risikomanagement und die Kooperationsformen in den befragten Unternehmen. Die Leitung der Studie oblag MELANI, der Melde- und Analysestelle zur Informationssicherung. MELANI ist das Produkt der Partnerschaft zwischen dem Informatikstrategieorgan Bund, dem Bundesamt für Polizei und der Stiftung Switch.

Link: Studie Informationssicherheit in Schweizer Unternehmen (MELANI)





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