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Internet und Familie

Das Internet fasziniert - Kennen Eltern möglichen Gefahren für Kinder und Jugendliche?

Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung surft regelmässig im Internet. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ermöglichen uns einen leichten und raschen Zugang zu Informationen und eine bessere Kommunikation, sei dies im täglichen Leben, in der Arbeitswelt, im Bildungsbereich oder im Behördenverkehr.
Die Entwicklung neuer IKT-Anwendungen kann jedoch auch unerwünschte gesellschaftliche Auswirkungen haben. Zum Beispiel die Entstehung einer digitalen Kluft (Existierenden Ungleichheiten in unserer Informationsgesellschaft werden verstärkt, indem nicht alle Teile der Bevölkerung gleich profitieren können). Ein weiteres Problem betrifft den Datenschutz. Und durch die zunehmende Computerabhängigkeit in Gesellschaft und Wirtschaft entstehen verletzliche Bereiche, usw. .
Die folgenden Ausführungen thematisieren die Problematik der Internetnutzung durch Kinder und Jugendliche.


Wie nutzen Jugendliche das Internet?
Für Jugendliche ist das Internet Teil ihres Alltags: sie spielen online, chatten mit Freunden oder telefonieren per Computer.

Mehr: Jugendliche im Web

Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien ...
enter online
Ein Ratgeber für digitale Medien (Herbst 2011).

Link enter online

Medienbudget
Wie viel gibt ein Schweizer Haushalt jährlich für Medien aus?
Link: www.medienbudget.ch

TIPP: www.fit4chat.ch
Wenn Kinder chatten ...
Kinder surfen gefährlich. Die Site www.fit4chat.ch gibt Informationen und Tipps für Kinder, Eltern/Erziehende und Lehrpersonen. Die Website ist Teil einer landesweiten Kampagne gegen Kinderpornografie

Mehr: www.fit4chat.ch

Tipp: SCHAU HIN - Was deine Kinder machen.
SCHAU HIN! bildet eine Brücke zwischen Eltern und ihren Kindern. Die Aktion gibt Eltern praktische Orientierungshilfen zur Mediennutzung und -erziehung und fördert den Dialog zwischen Eltern und Kindern.

Mehr: www.schauhin.info

Broschüre Medienratgeber

Medienpädagogik:
Tipp MPFS
Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) erhebt, dokumentiert und verbreitet Daten und Informationen zur Nutzung, Funktion, Wirkung und den Inhalten von Medien in Deutschland.
Die Basisuntersuchungen bieten seit 1998 kontinuierliche und repräsentative Daten zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.

Mehr Infos: www.mpfs.de

Kindergerechte Links
www.blinde-kuh.ch

Kinder können schwer herauszufinden, was im Internet sicher und vertrauenswürdig ist.

Onlinesucht
Link zu einer interessanten Broschüre der Schw. Fachstelle für Alkohol und Drogenprobleme

Internet Mobbing
Mobbing im Internet nimmt nach Einschätzung einer Psychologin vor allem unter jungen Leuten dramatische Ausmaße an. Jeder dritte Jugendliche berichtet laut Studien, dass er Opfer von Hänseleien und Angriffen im Netz geworden ist.
Mehr Informationen

Machen Medien aus Kindern Gewalttäter?
Entscheidender als brutale Inhalte des Fernsehens, der PC-Spiele und des Internets, ist der soziale Hintergrund eines Heranwachsenden, d.h. dessen Freundeskreis, Elternhaus, Erziehung usw.
Lassen Sie ihre Kinder am Anfang nicht allein ins Internet. Nach und nach sollen die Kinder ins Internet und seine Funktion eingeführt werden. Dazu gehört auch, dass man sie über die schlechten Seiten des Webs aufklärt. Der beste Schutz ist Vertrauen! Wenn ihre Kinder zufällig mit Inhalten konfrontiert werden, die ihnen Angst machen, dann sollen sie auf Ihre Hilfe zählen können. Nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie mit Ihrem Kind.

Filterprogramme
www.salfeld.de
www.parents-friend.de
www.netnanny.com (engl.)

Eltern unterschätzen die Gefahren
Computer und Internet bestimmen immer stärker den Alltag - sowohl in der Schule als auch in der Freizeit. In vielen Haushalten befindet sich ein Computer und ältere Jugendliche haben oft sogar einen Internetzugang in ihrem Zimmer.
Studien belegen, dass viele Jugendliche bereits mit Internet-Pornographie konfrontiert wurden, der Grossteil ungewollt durch Spams und Popups. Andererseits rechnen nur wenige Eltern damit, dass ihre Kinder schon einmal Pornos im Internet gesehen haben. Viele Jugendliche, die das Internet von Zuhause aus benützen, werden in keiner Weise kontrolliert oder beaufsichtigt.
Durch die fehlende Kenntnis über mögliche Risiken sind Eltern oft nicht in der Lage ihre Kinder bei der Internetnutzung zu unterstützen.
Wie können Eltern tun?
Die Frage ist nicht, ob man seinen Kindern den Zugang zum Internet bieten sollte, sondern wie sie zu einem kompetenten Umgang mit dem neuen Medien erzogen werden können. Eltern fühlen sich in diesem Punkt oftmals überfordert. Nicht zuletzt, weil sie selbst keine oder kaum Erfahrungen im Umgang mit dem Internet besitzen. Hinzu kommt die Angst vor Gewalt verherrlichenden oder pornographischen Inhalten.
Am einfachsten schützt man sein Kind vor den dunklen Seiten des Internet, indem man mit ihm gemeinsam surft - oder den Computer in einem "Familienraum" wie dem Wohnzimmer aufstellt - so dass immer ein Erwachsener in der Nähe ist. Auch mit einem Passwort (In der Benutzerverwaltung oder zum Starten des Betriebssystems), welches nur die Eltern kennen, kann die Computerbenutzung effizient kontrolliert werden.

Verhaltenstipps
  • Surfen Sie mit und erfahren Sie so, was Ihr Kind interessiert und wie es mit der Informationsflut umgeht.
  • Wann und wie lange gesurft wird, sollte von Anfang an mit dem Kind ausgehandelt werden. Klare Regelungen bezüglich besuchter Seiten, Surfdauer oder auch der Teilnahme an Aktionen schaffen einen Rahmen. Dauert die "Sitzung" am Computer ausnahmsweise länger, ist Bewegung angesagt. Das beugt Haltungsschäden vor und schafft Abstand zu der Fülle von Eindrücken.
  • In einem Chat, einem Forum oder einer E-Mail an einen Unbekannten niemals den richtigen Namen, die Adresse, Telefonnummer oder Passwörter angeben. Ein zwölfjähriges Mädchen, das sich als Spice-Girls-Fan ausgibt, kann ein 45jähriger Mann sein! Denken Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind einen lustigen Spitznamen - im Internet-Jargon "Nickname" - aus, mit dem es in Chats mitdiskutieren kann. Möchte Ihr Kind E-Mail-Kontakt mit "Bekannten" aus dem Chat aufnehmen, können Sie sich bei einem der vielen kostenlosen E-Mail-Anbieter auf dem Netz eine E-Mail-Adresse mit dem Nicknamen Ihres Kindes besorgen. Wenn Sie Ihrem Kind das sagen, bringen Sie ihm gleich noch bei, die virtuelle Welt nicht für real zu nehmen:
  • Oft wird man im Internet gebeten, Formulare auszufüllen. Bitten Sie Ihr Kind, Sie erst zu fragen, bevor es persönliche Daten weitergibt, denn ein Kind kann die Bedeutung des Datenschutzes noch nicht beurteilen. Auch bevor Ihr Kind Programme oder Inhalte herunter lädt, sollten Sie um Rat gefragt werden.
  • Zeigen Sie Interesse für die virtuellen Ausflüge Ihres Nachwuchses. Kinder erzählen gerne. So lässt sich manches klären, was nicht verstanden worden ist. Ausserdem bekommen Sie früher mit, wenn die lieben Kleinen ungeeignete Adressen besucht haben.

Kindersicherung im Netz
Im Alltag lässt sich die intensive Betreuung der Kinder jedoch nicht immer realisieren. Und je älter Ihr Kind ist, umso mehr wird es mit Freunden im Netz surfen wollen - dann wird eine "Elternkontrolle" schwierig. In solchen Fällen bietet es sich an, ein sogenanntes Filterprogramm auf Ihrem PC zu installieren.
Beispielsweise mit dem Programm "Kindersicherung" von www.salfeld.de lassen sich Zeitlimits für die Computernutzung einstellen (pro Tag, pro Woche oder pro Monat). Man kann den kompletten Internetzugang oder nur bestimmte Internetseiten komplett sperren, sowie schliesslich auch das eigene System vor Veränderungen schützen. Selbst für einzelne Anwendungen wie etwa Spiele lassen sich Zeitvorgaben einrichten oder auch "Totalsperren". Aufschluss über das, was sich am Computer abgespielt hat, gibt eine ausführliche Protokolldatei. Das klingt alles etwas kompliziert, die Bedienung ist aber recht einfach, dass auch Computer-Laien damit zurechtkommen. Um besonders gewitzte junge Computerfreaks daran zu hindern, an den Einstellungen etwas zu ändern, gibt es verschiedene Sicherheitsstufen. Weitere Schutzprogramme finden Sie bei www.symantec.ch und www.cyberpatrol.com (englisch).
Einen hundertprozentigen Schutz bieten Filterprogramme jedoch nicht. Denn oftmals lassen sich jugendgefährdende Angebote nicht anhand einschlägiger Schlüsselwörter aufspüren.
Kontrolle durch Computeraufzeichnungen
Wenn Sie diskret in Erfahrung bringen wollen, welche Internetseiten Ihr Kind angesurft hat, gibt es die Möglichkeit, in der Verlaufsfunktion des Browsers nachzuschauen. Klicken Sie im Internet Explorer auf den Button "Verlauf". In einem Fenster werden dann alle Webseiten aufgelistet, denen ihr Kind einen Besuch abgestattet hat.



Macht Computer süchtig?

Alles kann süchtig machen - das Spielen im Netz und die Beschäftigung mit dem PC genau so wie das Fernsehen oder das Naschen. Klare Regeln helfen mit, den Missbrauch und damit das Suchtverhalten zu verhindern.
Gerade weil der Computer ein interaktives Medium ist, spielt das Alter der Kinder eine wesentliche Rolle. "Je jünger, desto kürzer", lautet die Devise. Kinder müssen bei der Beschäftigung mit dem Computer denken und agieren, sonst passiert nichts - das Spiel kann nicht gewonnen, die Information nicht zugänglich gemacht werden - und das ist wesentlich anstrengender als der reine Konsum von Fernsehprogrammen und Hörkassetten. Der Computer darf auch kein Babysitter sein.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die das Internet regelmässig und sinnvoll nutzen, dies nicht auf Kosten des Buches oder anderer Aktivitäten wie z.B. sportliche Betätigung tun, sondern eher weniger fernsehen. Die Medienpädagogik empfiehlt Eltern eine kritische, aber nicht generell abwertende Haltung gegenüber den Online-Aktivitäten ihrer Kinder einzunehmen. Stehen Sie Ihrem Kind unterstützend zur Seite, damit es kompetent mit den Angeboten des Mediums umgehen kann.
(Link Offene Tür Zürich: Studie über Internet-Sucht in der Schweiz)



Online-Sicherheit für Kinder und Jugendliche: www.security4kids.ch
«Security for Kids» ist eine Initiative von Partnern des Bildungswesens, Stellen und Organisationen zur Bekämpfung der Online-Kriminalität und privaten Firmen wie Microsoft, Credit Suisse und Symantec.

Die Website, die in Zusammenarbeit zwischen diesen Partnern entstanden ist, stellt zielgruppengerechte Informationen und Materialien für den sicheren Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet und seinen Techniken zur Verfügung.

Die Site richtet sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler, sondern auch an Lehrpersonen und Eltern. Sie bietet Unterstützung und praktische Tipps, damit Kinder und Jugendliche lernen, sich zu schützen, wenn sie im Internet unterwegs sind.

-> Link zu www.security4kids.ch
-> Link zum Unterrichtsideen für Lehrpersonen auf www.security4kids.ch





Digitale Identitäten - Leben in virtuellen Welten
Raus aus der Schule, ran an den PC. Eingeloggt in der jeweiligen „Community“ werden die Neuigkeiten des Tages gepostet, die Freundesliste gecheckt und ein paar nette Fotos vom Wochenende ins Fotoalbum gestellt. Und dies oftmals nicht nur in einem Netzwerk.

Selbstdarstellung in sozialen Medien -> Link www.sicherheit-macht-schule.de




Surfen, gamen, chatten... - Informationen und Tipps für Eltern
Ein Leitfaden der sfa (Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) will Sie dabei unterstützen, Ihr Kind zu einer massvollen Nutzung des Internets zu befähigen und eine Onlineabhängigkeit zu verhindern. Die 12-seitige Gratisbroschüre gibt ausserdem Hinweise auf Gefahrenzonen im Netz.

-> Broschüre "Surfen, gamen, chatten" der sfa





Online-Sicherheit für Kinder und Jugendliche: www.schaugenau.ch

Mit der Kampagne ‹schau genau!› nahm die Stadt Zürich bereits im Januar 2008 ihre Verantwortung wahr und machte erstmals auf die Gefahren aufmerksam, denen Kinder und Jugendliche in den neuen Medien ausgesetzt sind. Im Januar 2009 startete die Stadt Zürich eine Folgekampagne mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen erneut aufzuzeigen wo im Netz Gefahren lauern, wie sie sich vor Übergriffen durch Pädokriminelle schützen können und wo sie Hilfe erhalten. Denn Übergriffe im Netz kommen tagtäglich vor – auch in der Stadt Zürich. Sie gehen uns alle etwas an.

-> Link zu www.schaugenau.ch





Gefahren und Risiken, wenn Kinder surfen
Verschiedene Gefahren und Risiken bedrohen Ihr Kind im Internet: Viele Kinder erleben virtuelle Begegnungen mit dubiosen Personen, treffen auf politische Propaganda oder anstössige Webseiten. Aber auch die Sicherheit Ihres Computers kann durch Ihr surfendes Kind gefährdet werden.

-> Mehr Informationen bei www.melani.admin.ch




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